Weinhandlung Gundelach / Bahnhofstraße 22
© Stadtarchiv Kassel
Die Geschichte
Von der Weinhandlung zum Kulturort
Die Geschichte der Werner-Hilpert-Straße 22 reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück. Viele Spuren dieser Geschichte sind bis heute auf dem Gelände sichtbar.
Die Weinhandlung Gundelach
Die Weinhandlung Nicolaus Gundelach ließ das Gebäude errichten und hatte ab 1864 hier ihren Firmensitz. Für den Weinhandel entstanden Speicher- und Wirtschaftsgebäude, deren Backsteinarchitektur das Ensemble bis heute prägt. Eine besondere Rolle spielen die sogenannten „Weinkirchen“ – neugotische Kellergewölbe, deren Gestaltung an Sakralbauten erinnert.
Clubkultur – A.R.M. und Lolita Bar
Seit den 1990er-Jahren entwickelte sich das Areal zu einem wichtigen Ort der Kasseler Club- und Subkultur. Mit der Lolita Bar und dem Club A.R.M. fanden hier über viele Jahre Konzerte, DJ-Sets, Ausstellungen, Theater- und Performanceprojekte statt. 2013 wurden zudem die historischen Weinkirchen denkmalgerecht saniert und als Veranstaltungsort wiedereröffnet.
documenta fifteen und ein neuer Abschnitt
2022 wurde die WH22 Teil der documenta fifteen und damit auch für ein internationales Kunstpublikum sichtbar. Im Anschluss wurden Räume auf dem Gelände von der Initiative „WH22 – Von Vielen für Viele“ genutzt. 2023 erwarb die cdw Stiftung das Areal, um es langfristig als Ort für Kunst und Kultur zu sichern und weiterzuentwickeln.